Zusammenhalt durch Teilhabe: Demokratie an der Basis fördern

Das Programm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ (ZdT) des Bundesministeriums des Innern (BMI) fördert in den ländlichen und strukturschwachen Gegenden Projekte für demokratische Teilhabe und gegen Extremismus. ZdT unterstützt gezielt Vereine und Initiativen, die regional verankert sind. Bestehende Strukturen sollen auf- und ausgebaut werden. Sie können eigene Berater/-innen gegen Extremismus ausbilden und zukunftsträchtige Methoden entwickeln, um mehr Menschen für ein Ehrenamt zu begeistern.

Folgende ZdT-Projekte werden durch das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration kofinanziert und begleitet:

Ziel des Projektes ist es in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Diversität eine diskriminierungsfreie Haltung innerhalb des Verbands zu stärken, die demokratische Partizipation der haupt- und ehrenamtlichen Mitglieder zu fördern sowie ein tolerantes Zusammenleben auf dem Land zu unterstützen. Im Rahmen des Bundesprogrammes „Zusammenhalt durch Teilhabe“ (ZdT) startet der Landjugendverband Sachsen-Anhalt e.V. zum 01.07.2017 mit dem Projekt „PowLa“. Eingangs sollen Erfahrungen aus einem ähnlichen Projekt des Landfrauenverbands überprüft werden, um diese bedarfsgerecht auf die Landjugend zu übertragen. Dabei gilt es auch die zunehmende Vielgestaltigkeit der Bevölkerung in ländlichen Gebieten als Chance zur Öffnung für neue Zielgruppen sowie die Weiterentwicklung des Verbandes zu erkennen.Zunächst sollen durch gezielte Analyse der Bedürfnisse der Mitglieder geeignete Demokratieberater/-innen ausgewählt werden und diese fortwährend durch geeignete Schulungs- und Weiterbildungsveranstaltungen hinsichtlich interkultureller Kompetenzen sensibilisiert und qualifiziert werden. Die Demokratieberater/-innen sollen in der Folge regelmäßig bei Verbandsveranstaltungen eingesetzt werden, um über aktuelle Themen des Zeitgeschehens sowie lokale Ereignisse mit den Mitgliedern zu diskutieren sowie Begegnungen mit Expert/-innen, Politiker/-innen und Migrant/-innen zu moderieren. So soll Information und Aufklärung an der Basis zu mehr Toleranz innerhalb der Landjugend sowie befreundeten Vereinen und Verbänden auf dem Land führen.

Generell sollen die Mitglieder zudem befähigt werden im alltäglichen Umgang mit Personen in Ihrer Umgebung bei undemokratischen Verhaltensweisen zu intervenieren sowie Diskriminierung, Rassismus und Intoleranz couragiert und selbstbewusst entgegen zu treten, um so Multiplikator-Effekte zu erzielen und extremistische bzw. antidemokratische Tendenzen in ländlichen Gebieten zu minimieren.

Kontakt:
Landjugendverband Sachsen-Anhalt e.V.
Maxim-Gorki-Str. 13
39108 Magdeburg

Ansprechpartner:
Marc Blümel
Telefon: 0391 4009217

Der Förderverein der Deutschen aus Russland Sachsen-Anhalt e.V. bildet seine haupt und ehrenamtlich Tätigen zu verbandsinternen Berater/-innen aus. Ziel ist es, die eigenen demokratischen Strukturen zu stärken und dauerhaft wehrhaft gegen die Einflussnahme von Rechtsextremen zu machen.

Die Menschen aus der russischsprachigen Community verstehen sich trotz ihrer verschiedener Migrationswege und verschiedenen Aufnahmestatus als eine Sprach- und Schicksalsgemeinschaft. Sie bilden bundesweit eine der größten Zuwanderergruppen in Deutschland. Gleichzeitig wird eine überproportional niedrige Wahlbeteiligung der Russlanddeutschen, ihre niedrige Vereinsaktivität und eine geringe Beteiligung an den etablierten Netzwerken registriert. Ein anderes Problem ist die Umwerbung der Russlanddeutschen von populistischen und rechtsextremen Gruppierungen.Auf die o. beschriebene Situation will das Projekt reagieren, indem es bereits geschaffene Angebote erweitern und alters- und gruppenspezifisch differenzieren sowie neue Formate der Beteiligung, des Wissenstransfers und der Kompetenzvermittlung im Themenbereich Stärkung demokratischer Beteiligung und Extremismusprävention erarbeiten, erproben und vor Ort in konkreten Maßnahmen implementieren soll.Mit dem beantragten Projekt will der Träger die Organisationen der Deutschen aus Russland als Teil des demokratischen Gemeinwesens etablieren und demokratiefeindlichen Entwicklungen in der eigenen Community und in der Nachbarschaft entgegen wirken.Ein wichtiges Anliegen des Trägers ist der Ausbau von Kooperationen mit lokalen und landesweiten Akteuren, Netzwerken und Organisationen in Fragen politischer Bildung und Präventionspolitik.

Kontakt:
Förderverein der Deutschen aus Russland Sachsen-Anhalt e. V..
Zur Saaleaue 51a
06122 Halle (Saale)

Ansprechparterin:
Olga Ebert
Telefon: +49176 63214054
E-Mail: ebert(at)vdr-lsa.de

Sportvereine leben vom Engagement ihrer Mitglieder und der Freiwilligen. Alle Mitglieder können erreicht werden und sollen sich einbringen. Der Landessportbund Sachsen-Anhalt nutzt diese Strukturen, um Demokratieerziehung und politische Bildung zu vermitteln und extremistische Tendenzen im Sport zu minimieren.Das MuT-Projekt ist seit 2011 ein wichtiger Bestandteil des LandesSportBundes Sachsen-Anhalt e.V. Die primäre Aufgabe des Projektes besteht darin, ein diskriminierungsfreies Zusammenleben nach demokratischen Regeln gemäß den Satzungen von Mitgliedern in ihren Sportvereinen zu unterstützen. Gerade zivilgesellschaftliche Gemeinschaften, wie Sportvereine bilden den Querschnitt unserer Gesellschaft ab. Vereine sind somit ein wichtiger Bestandteil um die Stabilität der Demokratie zu unterstützen und diese widerstandfähiger gegen antidemokratische Einflüsse zu machen. Denn Sport steht für Teamgeist, gerechtes Miteinander und natürlich Fair-Play. Deshalb wendet sich „MuT“ an alle Vereinsmitglieder, die gezielt sensibilisiert und geschult werden, um diskriminierende, antidemokratische und extremistische Tendenzen zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken.Diese Schulungen werden von ausgebildeten Demokratietrainer/-innen- und Konfliktmanager/-innen im Sport (DKS) durchgeführt. Neben den ehrenamtlichen Berater/-innen stehen die hauptamtlichen Mitarbeiter/-innen im organisierten Sport kostenlos als Mediator/-innen zur Verfügung. Dabei helfen diese gemeinsam mit interessierten Konfliktparteien, Vereinbarungen zu treffen, die ihren Bedürfnissen und Interessen entsprechen.Der Vereinssport ist vor allem im ländlichen Raum ein wichtiger Baustein in der demokratischen Struktur. Diese Tatsache wird ab 2017 vermehrt genutzt, um die Vernetzung mit anderen Initiatoren wie z.B. Heimatvereinen, Beratungsnetzwerken oder Bürgerinitiativen voranzutreiben. Die Stärkung von Büger/-innen, im eigenen Umfeld demokratische Prozesse anzustoßen, kann längerfristig zu einer (Re-) Vitalisierung des kommunalen Lebens führen. Somit wird das Verständnis für die Demokratie und demokratische Prozesse erhöht.

Kooperationspartner sind das Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt, die Sportjugend und der Fußballverband Sachsen-Anhalt

Kontakt:'
Landessportbund Sachsen-Anhalt e.V. 
Maxim-Gorki-Str. 12
06114 Halle

Ansprechpartner:
Helge Tiede (Landeskoordinator)
E-Mail: mut(at)lsb-sachsen-anhalt.de
Telefon: 0345 5279108

Stephan Matecki (Projektkoordinator Fußball)
E-mail: s.Mateckil(at)fsa-online.de
Telefon0: 0391 8502819

Maria Tiborski
(Projektkoordinatorin Kommunen)
E-Mail: tiborski(at)lsb-sachsen-anhalt.de
Telefon: 0391 83808780

Mit dem Projekt "LEB pro Demokratie – für Toleranz und Vielfalt im ländlichen Raum" soll die Gruppe der Demokratieberater/-innen wachsen, damit sich die Akteure lokal noch besser vernetzen und gemeinsam daran arbeiten können, eine zukunftsorientierte Entwicklung und ein lebendiges und tolerantes Zusammensein in ländlichen Räumen mitzugestalten.

Die LEB ist Bildungspartner im ländlichen Raum. Bildung ist dabei der Schlüssel zu Vielem – der Schlüssel zu beruflichem Erfolg, der Schlüssel zu Integration, aber auch der Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe und Partizipation. Vereine wiederum sind Orte sozialer Teilhabe, gelebter Gemeinschaft, Orte der Begegnung und des Austausches. Freiwilliges Engagement spielt gerade im ländlichen Raum eine bedeutende Rolle. Junge Menschen ziehen fort, immer mehr ältere Menschen benötigen Hilfe und Fürsorge. Im Angesicht des demographischen und sozialen Wandels stehen wir nicht nur vor der Herausforderung, die Daseinsvorsorge aufrecht zu erhalten. Eine intakte Gesellschaft mit ehrenamtlichem Engagement bedeutet gerade auf dem Land einen wichtigen Haltefaktor für die Bevölkerung.„LEB pro Demokratie“ ist seit 2015 ein wichtiger Bestandteil unserer Bildungsarbeit im und für den ländlichen Raum. Zunächst unter dem Titel „ … - für ein buntes Vereinsleben im ländlichen Raum“ sollen die Projektaktivitäten nun unter dem Motto „ … für Toleranz und Vielfalt“ fortgeführt werden.

Die LEB und ihre Mitgliedsvereine in ihren Strukturen zu stärken aber auch das Einstehen für demokratische Werte in der Gesellschaft und die Intervention bei undemokratischen Verhaltensweisen sind dabei die wesentlichen Ansätze. Das Projekt setzt aus der Mitte der Gesellschaft heraus Zeichen für die Bewahrung und Achtung demokratischer Werte. Für den richtigen Umgang mit Diskriminierung, Rassismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sind Informationen und Aufklärung an der Basis erforderlich, um solchen Ausprägungen mit Courage, Einfallsreichtum und Anstand Einhalt zu bieten.

Kontakt:
Ländliche Erwachsenenbildung in Sachsen-Anhalt e.V.
Goethestraße 56
39108 Magdeburg

Ansprechpartnerin:
Kathrin Heinl
E-Mail: kathrin.heinl(at)leb.de
Telefon: 0391 7330033

Das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) ist ein Zusammenschluss von über 90 Migrantenorganisationen und Einzelpersonen mit Migrationshintergrund in Sachsen-Anhalt.

Als Dachverband der Migrantenorganisationen, vereint LAMSA Menschen unterschiedlicher Herkunft, kultureller Prägung sowie religiöser Zugehörigkeit und repräsentiert so eine Einheit der Vielfalt. Es vertritt das politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Interesse der Menschen mit Migrationshintergrund und versteht sich als deren Fürsprecher gegenüber der Landesregierung und allen integrationspolitisch relevanten Organisationen auf Landesebene, sowie weiteren Migrantenorganisationen in anderen Bundesländern. Das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e.V. startete am 01. Januar 2015 das Projekt „DiV - Demokratie in Vielfalt". Im Rahmen des zweijährigen Vorhabens wurden 16 Demokratieberater/-innen, bzw. Multiplikator/-innen ausgebildet und anlassbezogen eingesetzt. Sie stehen den Migrantenorganisationen als Ansprechpartner/-innen zu den Themenfeldern u.a. Selbstorganisation/-artikulation, Interessenvertretung, Partizipation, Konfliktbearbeitung, Prozessmanagement zur Seite. Beteiligungsorientiert wurden Handlungsbedarfe ermittelt. Mit Regionalwerkstätten generierte Aussagen flossen in ein Leitbild zusammen. 

Mit Beginn der neuen Förderphase baut LAMSA diese Entwicklung weiter auf. Unter der verstärkten Einbeziehung der Führungskräfte/ Funktionsträger/-innen möchte LAMSA die Qualifizierung haupt- und ehrenamtlicher Mitstreiter/-innen fortsetzen. Ebenso zielt es mittels projektübergreifender Kooperation auf Entwicklung vernetzter, somit flächendeckender Beratungsangebote für Migrant*innen. Mit erworbenen Kompetenzen sollen die Vertreter/-innen der Migrantenorganisationen handlungssicher und zielgruppengerecht ihre Interessen selbstartikulieren und diese adäquat vertreten können. Dazu kommen diverse Methoden in Einsatz: Workshops, Dialogforen, Konferenzen, Beratung, E-Partizipation u.a..

Kontakt:
Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e.V.
Schlossplatz 3
06844 Dessau-Roßlau

Ansprechpartnerin:
Mika Kaiyama
Tel.: 0340 87058832
E-Mail: mika.kaiyama(at)lamsa.de

Überalterung, Abwanderung und die Aufnahme von Flüchtlingen stellen die Bevölkerung in Sachsen-Anhalt vor große Herausforderungen. Der DRK Landesverband Sachsen-Anhalt engagiert sich mit der gezielten Förderung von Ehrenamt und der Bekämpfung von Diskriminierung für eine lebenswerte Gesellschaft für alle.

Das Rote Kreuz steht mit seinen sieben Grundsätzen gegen Diskriminierung ein. Insbesondere die Grundsätze „Menschlichkeit“ und „Unparteilichkeit“ wenden sich ausdrücklich gegen Vorurteile, Ausgrenzung, entwürdigende Behandlung von Menschen und andere herabsetzende Verhaltensweisen. Trotzdem ist auch das Rote Kreuz von Diskriminierung in seinen vielfältigen Formen nicht frei. Das Projekt „IDEE“ setzt hier an und bietet für alle interessierten haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen Qualifizierungsmaßnahmen an. In jedem beteiligten Mitgliedsverband wird ein Demokratieprojekt umgesetzt, das sich mit Diskriminierung beispielsweise gegenüber MigrantInnen und Flüchtlingen befasst. Dabei werden Nicht-Rot-KreuzlerInnen eingeladen, gesellschaftliche Themen aufzugreifen und sich selbst einzubringen.

Die drei vorangegangenen Projektphasen (2011-2016) hatten eine interkulturelle Öffnung und Demokratieförderung des Verbandes zum Ziel und beinhalteten die Qualifizierung von „Beauftragten für Chancengleichheit“, die bei Fällen von Diskriminierung Kurz- und Verweisberatung durchführten. Überdies wurden die Mitarbeiter/-innen mittels Fortbildungen zum Themenkomplex Antidiskriminierung sowie Flucht und Asyl sensibilisiert. Aufbauend auf den Erfolgen der drei bisherigen Projektphasen hat IDEE IV das Ziel, den DRK LVSA zu einem diskriminierungssensiblen Verband umzugestalten, der sich durch eine diverse Mitarbeiter/-innenschaft auszeichnet. 

So ist in IDEE IV die Qualifizierung von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen zu „DemokratieberaterInnen“ vorgesehen, die bei Fällen von Diskriminierung beratend tätig werden sollen. Des Weiteren werden „Ansprechpartner/-innen“ ausgebildet, die Diskriminierungen erkennen und Fälle an den Pool von „Demokratieberater/-innen“ weiterleiten sollen. Überdies werden erneut Fortbildungen angeboten, wie z. B. zum Umgang mit Rechtspopulismus, interkultureller Kommunikation sowie Argumentationstrainings.

Kontakt:
Deutsches Rotes Kreuz Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.
Lüneburger Straße 2
39106 Magdeburg

Ansprechpartnerin:
Doreen Göller
Telefon:0391  61068972
E-Mail: Doreen.Goeller(at)Sachsen-Anhalt.drk.de

Alexander Chmelka
Telefon: 0391 61068971
E-Mail: Alexander.Chmelka(at)Sachsen-Anhalt.drk.de

Die KEB Sachsen-Anhalt ist seit Jahren in verschiedenen Projekten im Feld der demokratiefördernden Bildungsarbeit tätig und gibt die vielfältigen Erfahrungen nun direkt an die ehrenamtlich und hauptamtlich Engagierten in den Pfarreien und Verbänden des Bistums Magdeburg weiter.

Das Projekt „Kompetent für Demokratie. Beratung und Bildung für eine offene Kirche“ der Katholischen Erwachsenenbildung im Land Sachsen-Anhalt e.V. (KEB) will all jene Menschen im Bistum Magdeburg unterstützen, die sich für mehr Beteiligung und Gerechtigkeit engagieren und sich rechter Ausgrenzung und Gewalt entgegen stellen.Dafür soll ein Netzwerk an Demokratieberater/-innen in den verschiedenen Institutionen, Verbänden und Pfarreien des Bistums aufgebaut werden. Die Demokratieberater/-innen werden bedarfsbezogen qualifiziert, insbesondere in den Bereichen Kommunikation und Konfliktlösungsstrategien, Deeskalationstraining, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Argumentationstraining gegen „Stammtischparolen“, Transkulturelle Kompetenz, systemische Beratung. 

Darüber hinaus werden weitere Menschen im Bistum durch gezielte Bildungsmaßnahmen für verschiedene Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sensibilisiert. Engagierte werden in ihrem Eintreten gegen Rechtspopulismus und (Fremden-)Hass unterstützt.

Kontakt:
Katholische Erwachsenenbildung im Land Sachsen-Anhalt e.V. (KEB)
Breiter Weg 213
39104 Magdeburg

Ansprechpartnerinnen:
Susanne Brandes
E-Mail: brandes(at)keb-sachsen-anhalt.de
Telefon: 0391 5628277

Die Katholische Erwachsenenbildung im Land Sachsen-Anhalt e.V. möchte die Malteser im Bistum Magdeburg bei der Aufgabe, Vielfalt als Chance für die Weiterentwicklung des Verbandes zu sehen, mit verschiedenen Bildungsangeboten und Maßnahmen unterstützen.

Ziel des Projektes soll es sein, die empathischen Grundhaltungen haupt- und ehrenamtlich tätiger Menschen in Einrichtungen des Malteser Hilfsdienst – quer durch die Hierarchien und Tätigkeitsfelder –zu fördern und deren interkulturelle Kompetenzen zu stärken und zu erweitern. Verbandsstrukturen sowie Arbeits- und Organisationsprozesse sollen reflektiert und hin zu einem Klima des Miteinanders gestärkt werden. Dazu werden Mitarbeitende und Engagierte aus verschieden Bereichen des Malteser Hilfsdienstes in einem ersten Ausbildungskurs für transkulturellen Fragen sensibilisiert. In einem zweiten Durchgang werden Teilnehmer/-innen dann angeleitet, bedarfsgerechte Projekte vor Ort zu entwickeln und durchzuführen.

Von Anfang an werden Leitungs- und Funktionsträger/-innen an der Umsetzung des Projektes beteiligt sein – sei es durch die Teilhabe an der Steuerungsgruppe, durch die Teilnahme am Ausbildungskurs und/oder durch individuelles Coaching.

Kontakt:
Katholische Erwachsenenbildung im Land Sachsen-Anhalt e.V.
Max-Josef-Metzger-Str. 3
39104 Magdeburg

Ansprechpartner:
Alexander Kutz
Telefon: 0391 5628277
E-Mail: kutz(at)keb-sachsen-anhalt.de

Weitere ZdT-Projekte, die in Sachsen-Anhalt gefördert werden, sind:

Das Projekt zielt darauf ab, an einer demokratischen und diskriminierungsfreien Haltung und einem entsprechenden Verhalten von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen der Diözese zu arbeiten.

In Zeiten gesellschaftlicher Diversität ist die Bereitschaft für ein offenes Miteinander wichtiger, als noch in vorangegangenen Dekaden. Stellung zu beziehen und für eine Meinung einzutreten ist dabei unerlässlich. Der Malteser Hilfsdienst lebt dieses Leitbild in seiner Organisationsidentität.Die Malteser sind eine internationale katholische Hilfsorganisation, die sich der Hilfe für Bedürftige unabhängig von deren Religion, Herkunft oder politischer Überzeugung, in Deutschland und weltweit widmet. Der Malteser Hilfsdienst ist mit über einer Million Mitgliedern und Förderern einer der großen caritativen Dienstleister in Deutschland. Die Grundsteine auf denen der Malteser Orden gegründet worden ist, sollen mit diesem Projekt im Verband stärker verankert und umgesetzt werden. 

Das Hauptziel ist die Arbeit an einer demokratischen und diskriminierungsfreien Haltung und einem entsprechenden Verhalten von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen der Diözese. Dazu sollen neben der individuellen Erarbeitung und Reflexion nachhaltige Strukturen für eine demokratische Partizipation und Teilhabe und für die Bearbeitung diskriminierender Verhaltensweisen geschaffen werden. Das Projekt setzt an das interne Projekt „Ehrenamt 2020“ an und fördert somit die Verbandsentwicklung in den Bereichen demokratische Partizipation und Diskriminierungsprävention.

Malteser Hilfsdienst e.V.
Hermann-Hesse-Str. 1a
39118 Magdeburg

Ansprechpartnerin:
Claudia Guzmán de Rojas Alquisalet
Telefon: 0391 60 93 134

Unter dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" möchte die Jugendfeuerwehr in Sachsen-Anhalt neue Trainer/-innen gegen Extremismus und Gewalt ausbilden. Auch Gleichberechtigung jüngerer Mitglieder ist ein Thema, das den Verband fit für die Zukunft machen soll.

Die Arbeit im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ war im vorangegangenen Projektzeitraum besonders auf die Jugendarbeit im Verband ausgerichtet. Im weiteren Verlauf soll versucht werden, Führungskräfte der Einsatzabteilungen anzusprechen und in das Projekt einzubinden. Andererseits wird versucht, ein bedarfsgerechteres Angebot zu schaffen, um allen Kamerad/-innen Demokratieverständnis zu vermitteln und ihren Blick auf die Wahrnehmung antidemokratischer, extremistischer und menschenfeindlicher Erscheinungsformen innerhalb des Verbandes zu schärfen.Neben der Weiterbildung der Trainer/-innen (Berater/-innen) liegt unsere Kernaufgabe in der Schulung neuer Multiplikator/-innen. Inhaltliche Schwerpunkte dieser Ausbildung sind:  Extremismus, Mobbing und Gewalt  Radikalismus und Menschenfeindlichkeit  Erkennen von und Umgang mit undemokratischen Verhaltensweisen  soziale Kompetenzen im Bereich Kommunikation und Deeskalation  gleichberechtigte Teilhabe junger Verbandsmitglieder am VerbandslebenZiel dieser modularen Ausbildung, Seminare und Workshops ist es, das nötige Werkzeug für die „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu vermitteln, denn oftmals werden durch fehlendes Problembewusstsein oder defizitär ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten Konflikte, mangelhaftes Demokratieverständnis oder Diskriminierung nicht erkannt oder besprochen. Hier werden wir Unterstützungsleistungen und Lösungsansätze bereitstellen.Neben der nachhaltigen Arbeit der Trainer/-innen in den Kreisverbänden wird eine zentrale Kontaktstelle entstehen, die die Fallbearbeitung organisieren und auswerten wird. Ein Projektbeirat soll diesen Prozess begleiten.

Die Unterstützung des sehr aktiven Jugendforums der Jugendfeuerwehr im Landesfeuerwehrverband Sachsen-Anhalt e.V. bleibt zudem ein fester Bestandteil der Projektarbeit.

Kontakt:
Jugendfeuerwehr Sachsen-Anhalt im LFV Sachsen-Anhalt e.V. 
Am Alten Theater 7
39104 Magdeburg

Ansprechpartner/-in:
Aileen Gerloff
Projektkoordinatorin
Telefon: 039292  674095
E-Mail: koordinatorin-ttt(at)lfv-st.de

Uwe Schmidt
Projektreferent
Telefon: 039292 674095
E-Mail: referentin-ttt(at)lfv-st.de

Als internes Fortbildungsangebot wendet „Demokratie gewinnt! In Sachsen-Anhalt und Thüringen!“ sich an Mitarbeitende von Diakonie und Kirche. Ziel ist es, ihnen für ihre Arbeit im Verband und mit Menschen aus unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen Handwerkszeug für demokratisches Handeln in der Auseinandersetzung mit menschenfeindlichen, oft diskriminierenden Haltungen an die Hand zu geben.

Als größter Wohlfahrtsverband in den neuen Bundesländern will sich die Diakonie Mitteldeutschland klarer als bisher gegen Rechtsextremismus positionieren. „Rechtsextremismus und christlicher Glaube sind unvereinbar. Wir beklagen die Verbreitung von Intoleranz, Rassismus, Antisemitismus und damit einhergehender Gewaltbereitschaft in Deutschland, insbesondere auch bei uns in Sachsen-Anhalt und Thüringen“, heißt es in einer Erklärung der Diakonie Mitteldeutschland. Alle Mitarbeitenden der Diakonie sind aufgefordert, “Rechtsextremismus nicht hinzunehmen, zu verharmlosen, zu rechtfertigen oder gar zu unterstützen“.Das Projekt „Demokratie gewinnt! In Sachsen-Anhalt und Thüringen!“ ist Ausdruck dieser Bestrebungen. 

Es geht darum

  • Das Bewusstsein für demokratiefeindliche, diskriminierende und ausgrenzende Einstellungen zu schärfen;
  • Die Handlungsfähigkeit in solchen Situationen zu stärken;
  • Kommunikations- und Beratungskompetenz, auch im interkulturellen Kontext, zu vermitteln.

Die ausgebildeten Multiplikator/innen für Demokratieförderung

  • treten als Mitarbeitende in Diakonie und Kirche für Demokratie und gleichberechtigte Teilhabe ein und gegen jede Form der Ausgrenzung;
  • beraten und unterstützen Einrichtungen im Umgang mit Demokratiefeindlichkeit;
  • setzen sich ein für ein von christlichen Werten getragenes Miteinander in Verband, Kirche und Gemeinwesen.

Um den Multiplikator/innen auch nach der Zertifizierung kollegialen Austausch und vertiefende Weiterbildung zu ermöglichen, hat sich inzwischen ein Netzwerk gegründet: Das Bündnis Demokratie gewinnt! In Sachsen-Anhalt und Thüringen. Dieses hat noch eine genauso wichtige zweite Funktion, nämlich das Thema Demokratieförderung im Verband präsent zu halten und dauerhaft als Querschnittsaufgabe im Verband zu verankern.

Kontakt:
Diakonie Mitteldeutschland e.V.
Merseburger Straße 44
06110 Halle

Ansprechpartnerin:
Jenny Menzel
Telefon: 0345 12299156
E-Mail: menzel(at)diakonie-ekm.de

Die DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) sorgt sich in Sachsen-Anhalt mit 26 Ortsvereinen um die Sicherheit am und im Wasser und rettet Menschen vor dem Ertrinken.

Die D L R G steht aber auch für Demokratische Vielfalt, Leidenschaftliches Engagement, Respektvolles Miteinander und Generationsübergreifende Arbeit. Sie arbeitet ehrenamtlich und das nun bereits seit 100 Jahren.

Für die Sicherheit der Bevölkerung wacht sie an öffentlichen Gewässern und Bädern. Egal ob bei Unfällen, Notfällen und Katastrophen - die DLRG ist mit Engagement und spezieller Technik im Einsatz. Kinder und Jugendliche lernen bei der DLRG das Schwimmen. Darüber hinaus werden Rettungsschwimmer, Ersthelfer, Sanitäter, Bootsführer, Taucher und Strömungsretter zur Gewährleistung der Sicherheit im und am Wasser ausgebildet.

Die Projektphase 2015/2016 des DLRG Landesverbandes Sachsen-Anhalt im Rahmen des Bundesprogramms Zusammenhalt durch Teilhabe wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern, mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung. Ziel des DLRG Projektes ist die Stabilisierung und der Ausbau eines aufgebauten Beraterpools bestehend aus ausgebildeten Beratern aller DLRG Landesverbandsebenen.

Dazu sind folgende Schwerpunkte notwendig:

  • Neu zu konzipierende Weiterbildungsmaßnahmen für die bereits ausgebildeten und vorhandenden Berater aus der Projektphase 2013/14
  • Ständige Überprüfung und bedarfsgerechte Aktualisierung der Ausbildungsinhalte bei der Ausbildung weiterer Berater
  • Anbindung der neu ausgebildeten Berater an den Beraterstamm
  • Aus- und Weiterbildung von Beratern hin zu einem variablen Einsatz, um Schwerpunktsetzung auf Grund der Gegebenheiten von Ortsvereinen vor allem aber bei noch nicht beteiligten Ortsvereinen zu ermöglichen
  • gezielte Ausrichtung der Aus- und Weiterbildung auf Grundlage vorhandener und bekannt werdender Beratungsbedürfnisse

Das Projekt auch von der Möglichkeit bestimmt, ein Netzwerk von Multiplikatoren zu befähigen, jungen Menschen Orientierungen im gesellschaftlichen und im Verbandsleben zu geben sowie Demokratieverständnis und ehrenamtliches Engagement zu fördern.

Kontakt:
DLRG Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.
Merseburger Straße 246
06130 Halle

Ansprechpartner:
Holger Friedrich
E-Mail: holger.friedrich(at)lsa.dlrg.de
Telefon: 0345 5200960

Das durch den Landesverband der AWO Sachsen-Anhalt bereits in einer ersten Förderphase 2011/2012 durchgeführte Projekt wird seine Aktivitäten im Rahmen des Bundesprogramms “Zusammenhalt durch Teilhabe” bis Ende 2014 verstärken und ausbauen.

Sensibilisierung für Demokratie und Toleranz ist ein Thema mit Nachhaltigkeit und daher ein unerlässlicher Prozess. In einer zweiten Projektphase sollen vorhandene Impulse weiter ausgebaut und darüber hinaus so genannte DemokratietrainerInnen ausgebildet werden.Sensibilisierung war das Stichwort der ersten Projektphase 2011/2012. Unter diesem Aspekt bewirkte das Projekt “Aktivieren. Motivieren. Bestärken.”, dass sich Verbandsakteure und Schlüsselmultiplikatoren, die sich in ihren Berufsfeldern immer wieder mit Themen wie Menschen- und Fremdenfeindlichkeit konfrontiert sehen, jenen Problemfeldern öffneten. Zugleich wurden Partner gewonnen, die in Zukunft eine wichtige Rolle in der verbandsinternen als auch außerhalb des Verbands stattfindenden Auseinandersetzung mit o.g. Themen spielen. Daran anknüpfend widmete sich bis Ende 2014 der Vertiefung demokratiefördernder Maßnahmen sowie einer weiteren Qualifizierung von AWO-Verbandsakteuren. Damit strebte der AWO Landesverband in Sachsen-Anhalt eine anhaltende und nachhaltige Vernetzung zwischen den Kreisgliederungen im Verband an und fördert die fachliche Ausbildung kompetenter DemokratietrainerInnen. Im Mittelpunkt steht dabei die Weiterentwicklung von Fortbildungsmaßnahmen zur Demokratieförderung für den Gebrauch in der Sozialen Arbeit und die Stärkung zivilgesellschaftlichen Engagements. Unter anderem ging es dabei um die Vermittlung von Krisen- und Konfliktkommunikation, um Methoden und Grundsätze zur Gruppenmoderation und um eine grundsätzliche Stärkung der Kultursensibilität gehen.

Insgesamt haben es sich die Projektbeteiligten bis Ende 2016 zum Ziel gemacht, Demokratiekompetenzen im Ehren- und Hauptamt der AWO innerhalb des Verbandes weiter zu stärken, um auch außerhalb der Verbandsstrukturen ihrer Verantwortung in der Zivilgesellschaft gerecht zu werden. Im Fokus stehen diesmal die Führungskräfte und Verbandsfunktionäre, um eine nachhaltige Struktur über das Projektjahr 2016 hinaus zu sichern.

Kontakt:
AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.
Klausenerstr. 17
39112 Magdeburg

Ansprechpartner:
Andreas Gründinger
Telefon: 0391 6279155
E-Mail: Andreas.Gruendinger(at)awo-sachsenanhalt.de

Jan Bartelheimer
Telefon: 0391 6279174
Fax: 0391 627 921 2
E-Mail: jan.bartelheimer(at)awo-sachsenanhalt.de

Hauptziel des Projektes ist die Analyse der Verbandsarbeit hinsichtlich der Gestaltung einer erfolgreichen strukturellen Veränderung des Verbandes, um die Integration neuer Zielgruppen und eine interkulturelle Öffnung zu ermöglichen.

Seit Januar 2017 setzt die DAA Deutsche Angestellten-Akademie GmbH in Kooperation mit dem Landesfeuerwehrverband Sachsen-Anhalt e.V. das Modellprojekt »open doors?!“ um. Es erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Das Projekt wird im Land Sachsen-Anhalt in drei Modellregionen durchgeführt – im Landkreis Stendal, im Landkreis Mansfeld-Südharz und in der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau.Zielgruppe sind haupt- und ehrenamtliche Frauen und Männer des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen-Anhalt e.V. Der Zugang zur Zielgruppe erfolgt über Steuerungsgruppen in den Regionen (Vertreter/-innen des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen-Anhalt, Vertreter/-innen der Jugendfeuerwehr, Vertreter/-innen der beteiligten Kommunen, des LAMSA e.V., der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Projektmitarbeiter/-innen und andere). Dieses Gremium wird während der Projektlaufzeit für an der Mitarbeit interessierte Ehrenamtliche und Vertreter/-innen der neuen Zielgruppe geöffnet. Die haupt- und ehrenamtlichen Frauen und Männer werden persönlich angesprochen und befragt und hinsichtlich interkultureller Kompetenzen sensibilisiert und qualifiziert. Um die Sichtweisen, Einstellungen und Interessen zum Ehrenamt im Allgemeinen und zur Feuerwehr im Besonderen auch bei Migrant/-innen erfassen zu können, werden diese ebenfalls im Projekt Zielgruppe sein. 

Die Bedarfsanalyse erfolgt mittels Expert/-inneninterviews, Gruppendiskussionen, ethnographischen Beobachtungen und schriftlichen Befragungen. Entsprechend der Ergebnisse werden die Zugänge und Aktivitäten sowie die Instrumente für die Arbeit mit den Ehrenamtlichen und deren Umfeld erarbeitet. Leitfäden, Qualifizierungen, Workshops zur Aufklärungsarbeit, Schaffung von Settings für den kulturellen Austausch und Zusammenarbeit werden im Verlauf des Projektes angeboten.

Kontakt:
DAA Dessau
Junkersstr. 52
06847 Dessau-Roßlau

Ansprechpartnerin:
Kristin Treichel
Telefon: 0340 540490
E-mail: kristin.treichel(at)daa.de

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